Wasserstrudel
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ISE5604_LSD
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Der Wasserstrudel

Unkonventionelle Aufnahmen erfordern oftmals unkonventionelle Praktiken bei der Umsetzung. Jedenfalls trifft dies beim dem Vorhaben zu, einen Wasserstrudel im Studio zu fotografieren. Die in diesem Beitrag vorliegenden Aufnahmen benötigen jedoch weit weniger Technik, als Sie vielleicht vermuten: Magnetrührer mit Rührfisch (Laborgerätebedarf), Glasbehälter oder Becherglas (3-5 l Volumen), Wasser, Farbstoff oder gefärbte Flüssigkeiten aus dem Lebensmittel-bereich (bspw. Kaffee, Kola, Apfelsaft, Milch, Campari) und etwas Alufolie zum Bau eines Reflektors.

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Mit einfachen Mitteln zum Erfolg

Für die Aufnahmen wurde die Kamera an einem größeren Dreibeinstativ mit schwenkbarer Mittelsäule senkrecht über dem Glasgefäß positioniert. Des Weiteren wurde ein entfesselter Blitz auf einem weiteren Stativ etwa auf Höhe des Wasserspiegels aufgestellt. Um mit dem vorhandenen Equipment eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung zu erhalten, wurde die dem Blitz abgewandte Seite zu etwa der Hälfte mit zerknitterter Alufolie ausgekleidet.

Im Rausch der Farben

Bei der Anfertigung der Wasserstrudelfotos können durch den Einsatz verschieden gefärbter Lösungen mit einfachen Mitteln sehr unterschiedliche Assoziationen geweckt werden. Ein tiefes blau bspw. kann an Kühle, Meer oder einen Ozean erinnern, während hingegen hellblau mit einem Spritzer Seife eher das Sichtfenster einer laufenden Waschmaschine suggeriert. Auch Kaffeewasser und ein wenig Sahne mutieren mit ein wenig Drehung leicht zu Schoko-Donat oder Espresso-Cafe.

Auf die Drehung kommt es an

Wie bereits angedeutet, hat die Drehgeschwindigkeit des Magnetrührers einen entscheidenden Einfluss auf die jeweilige Wirkung des Strudels. Durch eine hohe Drehgeschwindigkeit entsteht ein starker, tiefer Strudel, gut zum eigentlichen Thema „Wasserstrudel“ passt. Die Donat-artige Wirkung der dunkelbraun gefärbten Lösung hingegen kommt am besten bei einer niedrigen Drehgeschwindigkeit zum Tragen. Lässt man versehentlich den Magnet zu stark rotieren, besteht die Gefahr, dass Luftblasen in die Flüssigkeit hineingetrieben werden. Ein Nebeneffekt, der beim Betrachter eher störend wirkend dürfte.