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Panorama-Fotografie in der Praxis

Die digitale Fotografie hat inzwischen die teuren und aufwändigen Panorama-Fotoapparate nahezu vom Markt verdrängt. Stattdessen konkurriert diverse Panorama-Software um die Gunst der Anwender. Oft reichen wenige Mausklicks aus, um aus den vorliegenden Einzelbildern bereits vorzeigbare Resultate zu erzielen. Auch ist ein Stativ oftmals nicht mehr von Nöten, es sei denn, man möchte das Maximum an Detailschärfe erhalten.

Stitching – vom Einzelbild zum Panorama

Eine allgemeine Vorgehensweise zur Herstellung eines Panoramas besteht darin, mit der Digitalkamera mehrere Einzelbilder zu erstellen und dabei die Kamera jeweils ein Stück weiter zu schwenken. Diese Teilbilder können dann mit Hilfe entsprechender Software in einer als Stitching (engl. stitch „nähen“, „heften“) bezeichneten Technik zu einem großen Panoramabild zusammengesetzt werden. Etwas anspruchsvollere Programme erkennen dabei überlappende Bildbereiche selbstständig und ermöglichen ohne weitere Eingriffe des Anwenders die optimale Positionierung der jeweiligen Einzelbilder. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Panoramabilder aber auch mit speziellen Objektiven („Fisheye“-Objektiven) oder (kugelförmigen) Spiegeln aufgenommen und anschließend durch eine Transformation mit einem entsprechenden Software-Algorithmus entzerrt werden können. Dieses Verfahren umgeht das Zusammenfügen von Einzelbildern.

Belichtungsautomatik – nein danke!

Bei der Anfertigung  der verschiedenen Fotos für das Panorama kommt es auf eine gleichförmige Belichtung aller Fotos an. Auf die Belichtungsautomatik, oft der Garant für optimal belichtete Aufnahmen, sollte man bei der Panoramafotografie am besten verzichten. Grund hierfür ist, dass die Kamera bei aktivierter Belichtungsautomatik für jede einzelne Aufnahme die Motivhelligkeit neu berechnet. Als Folge resultieren größere Helligkeitsunterschiede, die durch das Stitching nicht mehr komplett ausgeglichen werden können. Abhilfe schafft hier eine konstante Belichtung, die man am besten durch manuelles Einstellen von Zeit zu einer passenden Blende erreicht. Doch keine Angst, auch hier muss man nicht raten. Den besten Kompromiss erhält man dadurch, dass man den anvisierten Bereich durchmisst und sich die mittlere Einstellung für eine manuelle Einstellung merkt.


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