Hong Kong - Schmelztiegel von Tradition und Moderne
Blick vom Victoria Peak
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Nathan Road
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Kowloon
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Nathan Road
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Chi Lin Nunnery
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Eingang zum Chi Lin Nunnery
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Mong Kok Market
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Schildkrötenpanzer in Sheun Wang
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Tsim Sha Tsui
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Harbour Tour
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Man Mo Temple
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Man Mo Temple
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Sheung Wan
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Sheung Wan
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Ten Thousand Buddhas Monastery
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Ten Thousand Buddhas Monastery
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Ten Thousand Buddhas Monastery
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Ten Thousand Buddhas Monastery
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Central District
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Tian Tan - Big Buddha Lantau
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Buddha
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Buddha
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Aberdeen
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Aberdeen
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New Territories
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Habour Light Show
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Hong Kong – Schmelztiegel von Tradition und Moderne

Von außen betrachtet  kann Hong Kong mit seinen modernen Transportmitteln, dem ultramodernen Flughafen, den funkelnden Wolkenkratzern in Central und den noblen Geschäften im International Financial Center IFC kaum westlicher wirken, doch Hong Kong steht auch für Tempel, Wahrsager und Jahrtausend alte Tradition. Anders jedoch als in anderen asiatischen Städten, wo Gegensätze in Konkurrenz zueinander stehen, verschmelzen in Hong Kong westliche und altchinesische Lebensweisheiten auf charmante Art und Weise.

Fundgrube für jedermann – Hong Kongs Märkte

Hong Kong ist berühmt für seine Märkte. Während einige Märkte wie bspw. der Goldfischmarkt oder der Blumenmarkt an die üblichen Geschäftszeiten gebunden sind, ist – wie der Name schon vermuten lässt – der Temple Street Night Market eher etwas für Nachtschwärmer.  Beginnend an der Man Ming Lane im Stadtteil Yau Ma Tei erstreckt sich der Markt über den Tin-Hau-Tempel und Kansu Street bis hin zur Ning Po Street. Während weibliche Besucher gerne bei Handtaschen, Schmuck & Schuhen verweilen, findet man die männliche Begleitung hingegen oft bei Seiden-krawatten, Sonnenbrillen, T-Shirts oder Feuerzeugen wieder. Darüber hinaus wimmelt es im Night Market von chinesischem Nippes oder Schnickschnack, der zuhause meist nach kurzer Zeit in der Tonne landet.

Pacific Place & Co. – Shopping für die Reichen

Nirgendwo auf der Welt finden sich so viele Geschäfte auf engstem Raum wie in Hong Kong. Angesichts dieser Tatsache verwundert es nicht, dass sich einer von Hong Kongs schicksten Konsumtempeln, die IFC Mall, unmittelbar zu Füßen der Börse im International Financial Center erstreckt. Aber auch die Mall Pacific Place nahe des Hong Kong Convention & Exhibition Centre sowie die Central Plaza und auch die nahe beieinander liegende Harbour City Mall und Ocean Centre im Südwesten von Kowloon können sich sehen lassen. Darüber hinaus sind viele international bekannte Schmuck- und Modedesigner mit ihren Filialen gleich in mehreren Einkaufzentren in der Stadt vertreten. Unter ihnen weltbekannte Nobelmarken wie Armani, Burberry, Bvlgari, Cerruti, Escada, Tiffany & Co., Prada und Cartier, um nur einige wenige zu nennen. Besonders „in“ ist derzeit auch die Mode des chinesischen Designers David Tang, der mit seinen Filialen Shanghai Tang die Herzen der High Society erobert. Mit seiner neuen Filiale am Frankfurter Flughafen hat Shanghai Tang mit seinen Produkten in auffallenden Farben und klassischem Schnitt ganz offensichtlich auch hierzulande einen Volltreffer gelandet.

Skyline der Superlative – Wolkenkratzer in Central

Hong Kongs Skyline lässt sich von vielen Stellen aus bewundern, sei es nach Süden blickend vom Stadtteil Tsin Sha Tsui aus, oder bei der Überquerung des Victoria Harbors mit der Star Ferry oder aber von den Hügeln oberhalb der Bankengebäude auf Hong Kong Island von Victoria Peak – atemberaubend und einzigartig zugleich ist der Ausblick in jedem Fall. Die meisten Besucher werden mit Hong Kongs Skyline wahrscheinlich zum ersten Mal von den Ufern rund um den Victoria Harbor aus konfrontiert. Nach meiner Meinung hat man den besten Ausblick hier von der Promenade südlich der Salisbury Road, wo sich allabendlich viele Hundert und während der Hochsaison auch Tausende Besucher in ausgelassener Stimmung versammeln, um die etwa 20 Minuten dauernde Lasershow in vollen Zügen zu genießen. Gesponsert wird das Lichterspektakel von den vielen Banken und Großfirmen auf Hong Kong Island und Kowloon, die sich eigens dazu zu einer Art Werbering zusammengeschlossen haben.

Einen Überblick der ganz anderen Art hingegen erhält man im wahrsten Sinne des Wortes vom Victoria Peak aus, wo die Terrasse des wuchtigen Peak Towers phänomenale Ausblicke über den gesamten Hafen und weite Teile Kowloons ermöglicht. Eine Trambahn pendelt regelmäßig zwischen Großstadt und Dschungel hin und her – und das seit 1888 ohne jeglichen Zwischenfall. Hier oben auf der Plattform erscheinen die riesigen Wolkenkratzer der dicht gedrängten Metropole wie bunt lackierte Bausteine, die bei einem Windstoß drohen umzukippen. Die Aussicht ist in der Tat so überwältigend, dass viele Besucher mehrmals und zu unterschiedlichen Zeiten hierher kommen, obwohl ihr Aufenthalt in Hong Kong meist nur kurz bemessen ist. Nicht nur für Fotografen interessant ist auch die sogenannte blaue Stunde, wenn sukzessive die Lichter in der Stadt angehen. Die Dimension der Metropole wird dann noch deutlicher um selbst als Winzling dazustehen.

Doppeldeckerstraßenbahnen & Mid-Level-Escalator – die ungewöhnlichen Transportmittel auf Hong Kong Island

Ist man zur Monsunzeit in Hong Kong unterwegs, regnet es manchmal. Doch anders als in europäischen Gefilden, öffnet hier der Himmel teilweise für erhebliche Wassermassen seine Pforten. Dies mag zwar nicht der Grund für die vielen Unter- und Überführungen sowie überdachten Laufwege sein, aber zeitweise drängt sich der Gedanke dennoch auf. So kann man an einem verregneten Tag im Norden von Honk Kong Island stundenlang durch die Stadt laufen und nicht einmal einen Schirm benötigen, um nicht nass zu werden. Überhaupt fällt auf, dass Fußgänger – ähnlich wie Subway oder Straßenbahn – ihre eigenen Trassen haben, die nicht von anderen Verkehrsmitteln unterbrochen werden.

Nach einer Strassenbahnfahrt verlasse ich die Tram in Höhe Central Market, um die mit 800 m Länge längste überdachte Rolltreppe der Welt zu erkunden. Mid-Level-Escalator wird das gigantische Rollwerk hier genannt, das 1993 fertiggestellt wurde, um den Bewohnern der unteren Terrains die zeitaufwendigen und teueren Bus- und Taxifahrten über die sich dahinschlängelnden Straßen zu ersparen. Die Fahrtrichtung ist entsprechend der Bedürfnisse streng reglementiert, d.h. bergab von 6-10 Uhr, bergauf von 10-23 Uhr. Wer zu diesen Zeiten in die jeweils andere Richtung muss, kann jedoch immer noch auf der Gehspur oder der Treppe nebenan ausweichen. Das besonders schöne am Mid-Level-Escalator ist jedoch noch etwas anderes: Zeit oder „Vorwärtskommen im Stillstand“ könnte man dieses Phänomen ganz einfach nennen. So genieße ich die Zeit, um während des Transports in Ruhe einen Blick in Gassen, Läden und auch die vielen ansässigen Bars zu werfen – und hin und wieder auch bei einem Bier das Leben als solches an mir vorüberziehen zu lassen.

James Bond lässt grüßen – Dschunkenfahrt in Aberdeen

Die Szene vom schwimmenden Restaurant Jumbo in dem James Bond Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ ist heute immer noch erfolgreichstes Aushängeschild um Touristen hierher zu locken. Nun, ganz so malerisch wie im Film erscheint mir jedoch Aberdeen heute nicht mehr, wenn mein Blick die vielen Hochhäuser streift, die den Hafen wie ein enger Gürtel umfassen. Der Hafen bietet einen natürlichen Schutz vor Taifunen, da die Insel Ap Lei Chau (Duck’s Tongue Island) diesem vorgelagert ist. Die Zahl der vielen „Nussschalen“, Sampans genannt, ist seit Ende der 1980er Jahre stark sinkend, als die Regierung die auf den Booten lebenden Hoklo ermunterte, ihre schwimmenden Heime zu verlassen um sich in fortschrittlichen Neubauwohnungen anzusiedeln. Das Wort Sampan deutet bereits an, dass es sich bei diesem Boottyp um ein Plankenboot handelt, das auf Grund der flachen Bauweise ideal für den Einsatz in flachen Gewässern ist.

Heute endlich ist es soweit und ich nehme gleich die erste Einladung an, die mir einer der Bootseigentümer anbietet. Mehr mit den Armen und etwas guter Mimik werde ich auf den Sampan herübergebeten, wo ich mich bereitwillig im vorderen Bereich des Bootes auf einer hölzernen Bank niederlasse. Dann taucht der Lebensgefährte oder Ehegatte auf, der nach einer Begrüßung ohne Worte das Boot mit wenigen Handgriffen startklar macht. Mit einer Hand das Steuer haltend und mit der anderen Hand mit zwei Stäbchen in einer abgestellten Reisschale stochernd geht es nun erst einmal los in Richtung Hafenausfahrt. Vorbei an großen, tief im Wasser liegenden Frachtern geht es weiter zu dem Bereich, wo viele kleine Fischer ihre Boote liegen haben. Hier herrscht auf einmal reges Treiben: Netze werden zusammengepackt oder ausgebessert, Fische werden zum Trocknen in die Sonne gelegt und allerlei Kisten, Plastikschalen und Gerümpel werden umgeladen. Alles in allem riecht es hier nicht so besonders gut und ich bin froh, als unser Boot wieder Fahrt aufnimmt. Dann geht es weiter in Richtung Jumbo und Tai Pak, die zusammen den Jumbo Kingdon ergeben, welches für die meisten Besucher die Hauptattraktion Aberdeens darstellt.

Drachenbootrennen in Stanley

Ganz im Süden von Honk Kong Island, auf einer kleinen Meerenge zwischen der Stanley Bay und der Tai Tam Bay gelegen, ist Stanley in den letzen Jahren zu einer Enklave von Hong Kongs Oberschicht herangewachsen. Unwillkürlich ist man von den vielen Villen und Apartmenthäusern beeindruckt, die nahezu alle über einen traumhaften Blick aufs südchinesische Meer verfügen. Bereits die 30-minütige Busfahrt von Central in einem der auf Hong Kong Island verkehrenden Doppeldeckerbussen ist ein wahrer Leckerbissen.

Sieht man vom Gedränge am Stanley Market einmal ab, ist Stanley heute ein Zufluchtsort für all diejenigen, die der Hektik und dem Geräuschpegel von Hong Kongs Zentren überdrüssig sind. Die Ruhe, die hier das ganze Jahr über währt, hat jedoch eine kleine Ausnahme: Die Zeit des Drachenbootrennens.

Meist Anfang Juni herrscht hier der Ausnahmezustand, denn dann wird Stanley zum Austragungsort des Drachenbootrennens, dass alljährlich Tausende Besucher – Akteure wie Besucher gleichermaßen – hierher zieht. Im Gegensatz zu Tai Po, Tai O und Sha Tin, wo die Rennen traditionell ausgetragen werden, lassen einen die  Kostüme der Sportler sowie die ausgelassene Stimmung hier eher an Karneval als an ein sportliches Ereignis denken.

Religion und Aberglaube – von Göttern, Geistern und Geschenken

Die chinesische Religion ist eine eigenwillige Mischung aus Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus und umfasst über Hundert verschiedene Gottheiten, die von den Gläubigen entsprechend ihrer Eigenschaften verehrt werden. Geschäftsleute bspw. verehren Gottheiten, die Reichtum verschaffen, Kranke beten zu Göttern, die Genesung verheißen und Fischer schließlich verehren konsequenterweise Gottheiten, die vor den Gefahren des Meeres schützen.

Ich bin erst wenige Tage in Hong Kong und habe mir für heute vormittag gleich den ältesten und wichtigsten Tempel zur Besichtigung vorgenommen, den Man Mo Tempel auf Hong Kong Island. Wann genau der Tempel errichte wurde, ist bis heute nicht geklärt. Als die Britten im Jahre 1841 eintrafen, hatte dieser bereits einen festen Platz in der Stadt. Man Mo bedeutet „Kultur“ und „Militär“ und ist zwei Gottheiten geweiht:  Man Cheong – mit der Schreibfeder in der Hand – ist der Gott der Literatur und wird ganz besonders von Beamten und Staatsmännern verehrt, Mo Kwan Kung, der Kriegsgott mit dem Schwert, gilt wegen seiner Tapferkeit als der Beschützer von Soldaten und der Polizei.

Im Innern des Tempels ist es ziemlich dunkel und auch die rauchgeschwängerte Luft ist etwas gewöhnungsbedürftig. Von den vielen überdimensionalen Räucherspiralen bin ich stark beeindruckt, obwohl ich in Vorbereitung auf meinen Aufenthalt in Hong Kong einiges darüber gelesen hatte. Die großen Heiligenfiguren lassen mich ehrfürchtig, leise und respektvoll den Tempel durchschreiten. Es kostet mich eine gewisse Überwindung, in dieser traditionsvollen Stätte meine Kamera aus der Tasche zu holen um die Stimmung mit einem Foto einzufangen. Es ist, als wäre ich auf einmal zu Gast in einer anderen Welt, so intensiv ist hier die Stimmung, die durch optische Reize, Geruch und den hin und wieder ertönenden Gong meine Sinne betört.

Der Sinn der großen glimmenden   Räucherspiralen besteht darin, die Gebete der Gläubigen mit ihrem Rauch zu den Göttern zu tragen. Ich verbringe noch einige Zeit hier in ehrfürchtiger Andacht und besichte auch den im Nachbargebäude befindlichen Tempel Lit Shing Kung, der vielen unterschiedlichen Gottheiten geweiht ist. Immer wieder mache ich den eintreffenden Gläubigen Platz, die nach der Platzierung ihrer Räucherstäbchen ein kurzes Ritual tätigen. Dann schließlich kehre ich zurück ins Freie, zurück in die Gegenwart, wo mich der Nieselregen und das geschäftige Treiben der Geschäfte zurück auf den Boden der Realität holen.

Big Buddha und Pfahlbauten – ein Tag auf Lantau

Nach einer Stunde Wartezeit am Pier geht es mit dem Bus in Richtung Süden los. Die Landschaft ist hügelig und von den Ausläufern des Sunset Peak (869 m) und Lantau Peak (934 m) geprägt. Heftige Steigen lassen den vollbesetzten Bus zunächst nur im ersten Gang vorwärts kommen, bis es zur Abfahrt des drei km langen Strands von Cheng Sha zügig weitergeht. Dann geht die Fahrt zum Shrek-Pik-Staudamm weiter, von dem die riesige Tian-Tan-Buddha-Statue nahe des Po Lin Klosters von meinem Sitzplatz auf der linken Busseite aus zum ersten Mal für kurze Zeit sichtbar wird. Von nun an geht es nur noch stetig bergauf und ich kann es kaum noch erwarten, den nächsten Haltepunkt am Fuße des Buddhas zu erreichen.

Der Anblick des 26 Meter hohen Bronzebuddhas ist schier überwältigend. Durch die enorme Größe der Statue wirken die den Gipfel umsäumenden Nadelbäume wie Winzlinge. 260 Stufen trennen mich nun noch vom Fundament, die es bei der hohen Luftfeuchtigkeit ehrfürchtig zu erklimmen gilt. Der bronzene Buddha wurde nach rund 10-jähriger Bauzeit 1993 geweiht. Die über 200 Einzelteile wurden in Nanking gegossen und erst vor Ort zur Statue montiert. Insgesamt kostete der Bau der Statue den Mönchen des Po Lin Klosters mehr als 50 Millionen HK-Dollar. Das hohe Spendenaufkommen hatte die Mönche in kurzer Zeit reich werden lassen – ein Sachverhalt, der für den Buddhismus eher ungewöhnlich ist, aber typisch ist für Hong  Kong.

Einige Stunden später sitze ich in einem Kleinbus, der mich ohne größere Zwischenstops direkt zu Tai O, einem abgelegenem Fischerdorf im Westen der Insel, bringt. Früher lebten die Einwohner hier ausschließlich vom Fischfang und auch heute noch sind die Wurzeln des ursprünglichen Broterwerbs an vielen Stellen sichtbar. Jeder dritte Marktstand verkauft getrockneten Fisch oder bietet die hier produzierte Garnelenpaste an. Die Hälfte des Ortes liegt auf einer kleinen Insel, die durch einen Kanal von der Hauptinsel abgetrennt ist. Über eine 15 Meter lange Ziehbrücke lässt sich heute der Kanal bequem überqueren und ersetzt damit das Ziehboot, welches früher hier zum Einsatz kam. Für mich ist der Ausblick auf der Brücke zumindest zweischneidig. Zum einen beeindrucken die malerischen Pfahlbauten mit ihren dort ansässigen Menschen. Andererseits erscheinen mir viele der Wohnhäuser völlig marode und erwecken eher den Eindruck, als könnte die Feuchtigkeit das ein oder andere Stelzenhaus in jeder Minute zum Einsturz bringen. Irgendwo auf meiner Erkundungsreise entscheide ich mich umzukehren, da das unter meiner Last ächzende Holz stark nachgibt und immer mehr „Durchtritte“ in den Planken mich nachdenklich stimmen. Deutlich sicherer fühle ich mich hingegen auf einem kleinen Motorboot, das für rund 20 HK-Dollar eine 30-minütige Rundfahrt auf dem „Canal Grande“ von Tai O und einen kleinen „Ausritt“ zu den Rosa Delphinen ermöglicht.

Schlafstätte und Nationalparks – Ausflug in die New Territories

Die New Territories erstrecken sich auf einer Fläche von rund 800 Quadratkilometern von der Boundary Street im Stadtteil Kowloon bis hin zur Grenze mit der Volksrepublik China. Bis die Regierung Mitte der 60er Jahre beschloss, moderne und groß angelegte Satellitenstädte zu entwerfen, lebten weniger als eine halbe Million Menschen in der naturbelassenen Landschaft. Hong Kong Island und Kowloon platzten dagegen bereits damals aus allen Nähten. Die vielen gigantisch großen Trabantenstädte sind heute beliebte Schlafstätten von Hong Kongs wachsender Mittelschicht, zumal ein gut ausgebautes Nahverkehrssystem das Zentrum von Hong Kong in weniger als 1 Stunde erreichen lässt.

Auch wenn in den letzten Jahrzehnten der Restrukturierung viele historische Bauten von der Bildfläche verschwunden sind, so haben doch etliche buddhistische und taoistische Tempel, Friedhöfe und Ahnenhallen diese Phase überlebt. Dazu kommt, dass ganze Landstriche inzwischen zum Naturschutzgebiet erklärt wurden und gut beschilderte Wanderpfade durch die malerische Hügellandschaft führen.


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