Skyline Honkong
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Hell's Canyon
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Azoren
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Elbsandsteingebirge
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Skyline Konstanz
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Konstanz - Blick auf den Seerhein
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Konstanz - Seestrasse
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HDR-Panoramen

HDR-Panaromafotografie verlangt dem Fotografen einiges an Können ab: Zum einen den souveränen Umgang mit der Digitalkamera, zum anderen solide Kenntnisse in HDR- und Panorama-Programmen. Darüber hinaus benötigen größere Arbeiten eine solide Computerhardware, ohne die das Arbeiten zur Hängepartie wird. Einige Aspekte, auf die es bei der Erzeugung von HDR-Panoramen besonders ankommt, habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.

„Klotzen, nicht kleckern“

Bei der HDR-Panoramafotografie wird ihre Speicherkarte schnell voll sein, auch wenn diese inzwischen Volumina von 8 oder gar 16 oder 64 GB abdeckt. Angenommen, Sie wollen ein Panorama aus 6 HDR-Aufnahmen erstellen und angenommen, Sie erstellen die benötigten HDR-Aufnahmen aus einer Belichtungsreihe von 7 Aufnahmen (1 normal belichtete Aufnahme, 3 überbelichtete, 3 unterbelichtete Aufnahmen), kommen immerhin schon 6 x 7 = 42 Aufnahmen für ein einziges HDR-Panoramabild zusammen. Wollen Sie dann auch noch Variationen bei der Anfertigung der Aufnahme vornehmen, hängt es von der Bildgröße und der Formatfrage ab, wie viele Aufnahmen Sie letztendlich auf ihrer Speicherkarte unterbringen können.

Was lange währt, wird endlich gut – ein Irrtum!

Im Gegensatz zur „klassischen“ Panoramafotografie, wo man bei bewegten Motiven einfach nur schnell bei der Aufnahme sein muss, damit Objekte wie bspw. Fahrzeuge, Menschen oder Tiere, die sich bewegen keine Artefakte hinterlassen, kommt es bei der HDR-Panoramafotografie wegen der Vielzahl der benötigten Fotos noch stärker auf die Geschwindigkeit bei der Aufnahme an.

Die beste Erfahrung habe ich bisher mit einem soliden Stativ gemacht, dessen Ausrichtung ich vor jeder Aufnahme mittels (eingebauter) Wasserwaage tariere. Bei der Anfertigung der HDR-Aufnahmen verwende ich eine Fernauslösung und fixiere den Kamerakopf in der horizontalen Position nur wenig, um jeweils alle 2 bis ca. 3 Sekunden die Kamera in die nächste (HDR-)Position zu schwenken. Die vertikale Position bleibt dabei fest verstellt, damit es hier zu keiner Verschiebung kommt. Diese Prozedere wird wiederholt, bis das gesamte Motiv „im Kasten“ ist. In Abhängigkeit von der Motivhelligkeit (besonders bei dunklen Motiven, wie bspw. ein bewölkter Himmel) ist es ratsam, eine möglichst offene Blende zu verwenden, um für die Einzelaufnahme so wenig Zeit wie möglich zu „verlieren“.

Auf die Schärfe kommt es an

Ein generelles Problem bei der HDR-Panoramafotografie ist die Schärfe. Kleinste Bewegungen der Kamera, verursacht durch Wind, Spiegelschlag oder gar Kameraberührung bewirken bereits, dass die pixelgenaue Überlagerung der aufeinander folgenden Bildsequenz nicht mehr gegeben ist. Bewegungen im Motiv, wobei neben den oben erwähnten Lebewesen und technischen Dingen auch Blätter, Wolken und Wasser zählen, bewirken ebenfalls einen Schärfeverlust, den auch die derzeit beste HDR-Software am Markt nicht komplett entgegenzusteuern vermag. Zu diesen Unschärfe-verursachern gesellt sich nun auch noch „Stitching“, jenes Verfahren, dass die sich überlappenden Bildteile durch Verzerrung zum Panoramabild formt (sieht man vom puristischen Ansatz der präzisen optischen Aneinanderreihung von Fotos mittels Winkeleinteilung einmal ab). Abhilfe schafft hier nur eine präzise und auf das jeweilige Bild abgestimmte Nachbearbeitung in einem Bildbearbeitungsprogramm, wie bspw. Photoshop.